Oberbürgermeister-Kandidat Prof. Dr. Uwe Schneidewind

OB-Kandidat Prof. Dr. Uwe Schneidewind

Mein
100-Tage-
Programm

Mein

100-TAGE-

Programm

OB-Kandidat Prof. Dr. Uwe Schneidewind

Mein 100-Tage-Programm

Wuppertal braucht ein starkes Signal des Aufbruchs – das gilt gerade nach der Corona-Krise: wirtschaftlich, sozial und ökologisch. Dafür möchte ich mich mit aller Kraft in den kommenden Jahren einsetzen – mit meiner Führungserfahrung, meinen Netzwerken, meiner Leidenschaft für Wuppertal und für Zukunftsgestaltung. Hier finden Sie mein „100-Tage-Programm“ mit den Initiativen, mit denen ich den Aufbruch zu Beginn meiner Amtszeit für die Wuppertalerinnen und Wuppertaler konkret werden lassen möchte.

Das folgende 100-Tage-Programm können Sie hier als PDF downloaden.

1. Vom Verwalten zum Gestalten – für eine neue Führung und Kultur in der Stadtverwaltung

Jahrelange Engpässe bei Einwohnermeldeamt und KFZ-­Zulassung, langes Warten auf die Genehmigung von Bauanträgen, Bedenken statt Lösungsorientierung: Klagen über Verwaltungsprozesse haben mich im Wahlkampf immer wieder begleitet. Gleichzeitig gibt es viele Engagierte in der Verwaltung, die sich oft ausgebremst und nicht ausreichend unterstützt fühlen. Wuppertal braucht eine Verwaltung, die sich als Ermöglicher für die Menschen in der Stadt versteht und die Veränderungsprozesse in der Stadt aktiv mitgestaltet. Die Wuppertaler Stadtverwaltung hat große Kürzungen hinter sich, die Belastung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist hoch. Umso wichtiger ist eine neue Führungskultur, die Freiräume schafft, Verantwortung stärkt, Mut fördert. Wir brauchen eine Digitalisierung von Verwaltungsprozessen, die Prozesse vereinfacht, Mitarbeiter*innen unterstützt und die Service-Qualität erhöht.

Meine ersten 100 Tage im Amt werden daher insbesondere Gesprächen mit den Führungskräften und Mitarbeitenden gelten. Wo sind aktuell die größten Baustellen? Wie können wir Mitarbeiter*innen entfesseln? Was sind die Top-Prioritäten, um Bürger*innen Veränderungen spüren zu lassen? Wie können wir Diversität in der Verwaltung fördern?

All das möchte ich in ein „Aktionsprogramm ­Moderne Verwaltung“ übersetzen – in enger Kopplung mit Verwaltungs­vorstand, Führungskräften und Personalrat – verbunden mit klaren Prioritäten und Personalentscheidungen an ausgewählten Schlüsselpositionen.

Ein zentraler Baustein dabei: eine neue Verantwortungskultur in Stadtverwaltung und städtischen Gesellschaften. Mehr Mut, zu entscheiden und Verantwortung zu übernehmen, dabei auch Risiken einzugehen und Mitarbeiter*innen, die im Sinne von Stadt und Bürger*innen handeln, den Rücken zu stärken.

2. Investitionsoffensive für Wuppertal

Wuppertals finanzieller Handlungsspielraum ist begrenzt. Dringende Investitionen in Infrastruktur, neue Energien und Gebäude sind daher auf Kapital von außen angewiesen: von Unternehmen und Stiftungen, aber auch auf öffentliche Mittel von Bund und Land.

In den ersten 100 Tagen werde ich einen „Investoren­gipfel“ einberufen: Was sind die zentralen Investitionsprojekte für Wuppertal? Welche Flankierung durch die Stadt braucht ein gutes Investitionsklima? Welche Instrumente wie einen privat-öffentlichen Investitionsfonds können wir schaffen, um Privat- und Gemeinwohlrenditen in der künftigen Entwicklung der Stadt miteinander zu verbinden?

3. Wuppertal positiv strahlen lassen – Stadtmarketing und Wirtschafts­förderung neu aufstellen

Wuppertal verkauft sich weit unter Wert. Die Außenwahrnehmung der Stadt wird in keiner Weise ihrer Stärken gerecht. Die Wirkungen sind dramatisch: Es fehlt das Vertrauen von Investoren und die Attraktivität für Fachkräfte, die wir künftig noch viel stärker für die Stadt gewinnen müssen.

Wuppertal muss kraftvoller nach außen leuchten. Wir brauchen eine Neuaufstellung des Stadtmarketings mit dem Oberbürgermeister als erstem Marken-Botschafter, der weit über die Stadtgrenzen ausstrahlt. Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing müssen konsequenter zusammenwirken. Ich werde in den ersten 100 Tagen eine Strategierunde mit führenden Kommunikationsexperten, Unternehmen und weiteren Schlüsselakteur*innen der Stadt einberufen, um die Außendarstellung der Stadt sowie Organisation und Finanzierung des Stadtmarketings auf neue Füße zu stellen.

4. Quartiersarbeit und Bürgerbeteiligung stärken

Kraftvolle Veränderungsprozesse brauchen Bürgerbeteiligung. Wuppertal sollte sich dabei an Städten orientieren, die heute schon Standards in der Bürgerbeteiligung setzen (wie z. B. Heidelberg). Die Instrumente der Bürgerbeteiligung sollten von niederschwelligen Beteiligungs-Apps bis hin zu Planungszellen und Bürgerbefragungen reichen.

Kenntnisse der Verhältnisse vor Ort sind der Mutterboden für gute Kommunalpolitik. Ich möchte daher insbesondere die Bezirksvertretungen stärken – durch bessere Informationen, mehr Beteiligungsrechte und der gemeinsamen Definition eines Schlüsselprojektes für jeden Stadtbezirk, damit der „Aufbruch Wuppertal“ auch in jedem Stadtbezirk vor Ort fühlbar wird.

Erfolgreiche Quartiersarbeit ist die Grundlage für Bildungschancen, Sicherheit und sozialen Zusammenhalt vor Ort. Ich möchte daher die Stadtteil-Konferenzen als Austauschort der Bildungsinstitutionen und engagierten Institutionen (von der Wohlfahrts- bis zu Kulturinitiativen) vor Ort stärken.

5. Zukunftsfähige Flächenpolitik auf den Weg bringen

Fläche ist eines der knappsten Güter in der Stadt: Immer wieder kommt es hier zu Konflikten zwischen Ansprüchen der Wohn- und Gewerbeansiedlung, der Naherholung, des Klima- und Umweltschutzes sowie der Landwirtschaft. Wuppertal braucht einen Kompass für den künftigen Umgang mit seinen Flächen. Nur so vermeiden wir, dass jedes einzelne Bau- oder Erschließungsprojekt zu einem Grundsatzkonflikt wird. Wie machen wir ernst mit Innen- vor Außenentwicklung, der Reaktivierung von Brachen und dem Flächenrecycling? Wie gehen wir mit noch unberührten Naturflächen um?

In den ersten 100-Tagen werde ich die Vorbereitungen zu einem „Flächen-Gipfel“ vorantreiben. Zusammen mit den verschiedenen Akteur*innen in der Stadt sowie externen Expert*innen soll er Ausgangspunkt dafür sein, die strategischen Leitplanken für die künftigen Umgang mit Flächen in Wuppertal zu definieren.

6. Wuppertal klimaneutral 2035

Wuppertal kann bis zum Jahr 2035 klimaneutral werden. Ich möchte mit führenden Fachleuten und Schlüsselakteur*innen, den Bürger*innen und dem Rat der Stadt eine systematische Klimaschutzstrategie 2035 entwickeln, die über den jetzigen Klimaschutzplan hinausgeht und gleichzeitig auch Wirtschafts-, Investitions- und Lebensqualitäts-Strategie ist. Erneuerbare Energien, Investitionen in Gebäude, neue Mobilitätsangebote als ein Schub fürs Klima und für Handwerk und Gewerbe vor Ort. Die Zeit dafür drängt. Darum braucht es einen Startschuss mit klaren Verantwortlichkeiten früh nach Amtsantritt.

Alles soll in engem Schulterschluss mit anderen Vorreiter-Großstädten wie Köln erfolgen, um gemeinsam unterstützende Förderprogramme von Land und Bund auf den Weg zu bringen, die einen erfolgreichen Klimaschutz fördern.

Eine nachhaltige Mobilität ist dabei ein wichtiger Baustein für ein klimafreundliches und lebenswertes Wuppertal: In den kommenden fünf Jahren gilt es daher, die Finanzierung  des öffentlichen Nahverkehrs auf neue Beine zu stellen, vernetzte Mobilität zu fördern und die Infrastrukturen für den Rad­verkehr in der Stadt auszubauen.

7. Offensive Innenstadt

Die Qualität unserer Innenstädte sind der Gradmesser für den Zustand der Gesamtstadt – ob in Elberfeld und Barmen, ob in Cronenberg, Ronsdorf, Vohwinkel oder Langerfeld.

Innenstädte müssen heute weit mehr als Shopping-­Zonen sein. Moderne Innenstädte kombinieren Einkaufen, Arbeiten, Woh­nen, modernes Produzieren, Gastronomie, Kunst, Kultur, Grundversorgung und Erholung. Gerade die Wuppertaler Innenstädte haben hier herausragende Potenziale. Sowohl in Barmen als auch in Elberfeld sind Initiativen für die Erneuerung der Zentren auf den Weg gebracht. Die Ansätze greifen aber noch nicht weit genug. Sie müssen schneller, effektiver und großräumiger werden und sich besser unter­einander und mit der Stadtmarketing-Strategie vernetzen. Ich werde daher einen Innenstadt-Gipfel einberufen, der die heute schon aktiven Akteur*innen der Interessensgemeinschaften und Eigentümergemeinschaften mit führenden Fachexpert*innen und Vertreter*innen von Vorreiter-Städten zusammenbringt.

8. Wuppertal integrativ

Wuppertal lebt von seiner Vielfalt: Ein diskriminierungsfreies Wuppertal muss ein zentrales Ziel der Stadtentwicklung sein – unabhängig von Kultur, Religion, individuellen Einschränkungen oder Geschlecht.  Ich möchte zeitnah eine Anti-Diskriminierungstelle auf den Weg bringen, die Motor und Katalysator für das gute Zusammenleben in Vielfalt in der Stadt werden soll.

 
Das obige 100-Tage-Programm können Sie hier als PDF downloaden.