Ortstermin mit der Bürgerinitiative Landschaftsschutz Greuel-Möschenborn
Foto: privat

Die Bürgerinitiative Landschaftsschutz Greuel-Möschenborn hat Dagmar Liste-Frinker/Ratskandidation für Bündnis 90/Die Grünen Wuppertal, Holger Reich/Ratskandidat für die CDU Wuppertal und mich zu einem Ortstermin eingeladen. Es waren rund 40 Engagierte vor Ort anwesend. In den kommenden Monaten steht im Rat der Stadt die Entscheidung an, ob eine städtische Fläche der ehemaligen Hofschaft Möschenborn mit bis zu 10 neuen Häuser bebaut wird.

Die Bürgerinitiative hat eine sehr detaillierte Alternativplanung für einen Naherholungspark auf der Fläche vorgelegt und uns vorgestellt. Solche Konflikte wie hier in Cronenberg finden sich auch an ganz vielen anderen Stellen in der Stadt: die Abwägung zwischen Landschafts-, Klima- und Naturschutz auf der einen Seite und Wuppertal als attraktivem Wohnort (mit den damit verbundenen positiven wirtschaftlichen Effekten) auf der anderen Seite.

Die Situation in Greuel-Möschenborn hat mich in mehrfacher Hinsicht beeindruckt: Durch engagierte Bürgerinnen und Bürger, die nicht einfach nur "Nein" zu einer Bebauung sagen, sondern eine umfassende Alternativplanung (bis hin zur professionellen 3-D-Animation) präsentieren. Dies zeigt nicht nur den Einsatz, sondern auch die hohe Kompetenz, mit denen sich die Menschen vor Ort in die Entscheidungsprozesse einbringen.

Dieses Engagement und die Fähigkeiten müssen wir künftig noch sehr viel stärker als Stadt nutzen.
Die besondere Lage der Fläche direkt an der Bergischen Museumsbahn, würde den geplanten Naherholungspark nicht nur für die Anwohnerinnen und Anwohner, sondern weit darüber hinaus wertvoll machen. Wir brauchen eine strategische Flächenplanung für Wuppertal, da sich nur mit einem übergeordneten Konzept schwierige Entscheidungen für Flächen wie hier in Greuel-Möschenborn überhaupt fällen lassen. Wuppertal muss attraktiv auch für den Zuzug von Menschen bleiben, die Steuererträge und Kaufkraft in die Stadt bringen. Der Schwerpunkt muss dabei aber in der Innen-Entwicklung und den fantastischen Möglichkeiten des urbanen Wohnens in Wuppertal liegen.

Der Erhalt von wertvollen Natur- und Naherholungsflächen ist nicht nur aus Klimaschutzgründen ein ganz großes Kapital für Wuppertal. Und es ist wichtig, das Engagement der Bürgerinnen und Bürger vor Ort, gerade dann, wenn es nicht nur dem unmittelbaren Eigeninteresse dient, noch mehr in die Stadtgestaltung einzubinden.