Besuch des Nordparks
Foto: privat

Es gibt Leuchtturmprojekte in Wuppertal, die zentral sind für das Lebensgefühl und die Außenwahrnehmung der Stadt. Dazu gehört der seit 2009 neu gestaltete 33 Hektar große Nordpark auf den Nordhöhen Barmens.

Zusammen mit Michael Schulte, CDU-Ratsmitglied für Oberbarmen und stellvertretender Vorsitzender des Nordstädter Bürgervereins habe ich mich vor Ort über die Parkplatz- und Zuwegeplanungen zum Nordpark sowie den Stand der Renovierungsarbeiten im Ausflugslokal Turmterrassen informiert. Die konkrete Parkplatz- und Wegegestaltung ist derzeit politisch umstritten. Wir haben dazu auch länger mit dem Eigentümer der Turmterrassen, Marcel Thomas gesprochen und uns vor Ort den Stand der Renovierungsarbeiten angesehen.
 
Der Park ist wichtiger Naherholungsraum für die in Barmen und Wichlinghausen lebenden Wuppertalerinnen und Wuppertaler. Er ist aber auch eine Visitenkarte für die Stadt. Wer von den Höhen des Nordparkes herunterblickt, dem eröffnet sich ein atemberaubender Blick auf Wuppertal.
 
Nach der aufwändigen Neugestaltung des Parks fehlt seit Jahren noch ein zentraler Baustein im Nordpark: die Wiederöffnung des Ausflugslokals Turmterrassen im Park.
 
Das denkmalgeschützte Gebäude wurde vor knapp zehn Jahren vom Wuppertaler Unternehmer Marcel Thomas erworben und seitdem aufwändig renoviert. Nach jahrelangen Verzögerungen (die ersten Pläne sahen eine Wiederöffnung schon 2015 vor) steht die Renovierung jetzt kurz vor dem Abschluss. 
Die Gestaltung des Restaurants macht den Park nicht nur für Wuppertaler Besucherinnen und Besucher noch attraktiver, sondern hat das Potenzial zu einem Anlaufpunkt mit überregionaler Ausstrahlung zu werden.
Aktueller politischer Streitpunkt ist die Schaffung zusätzlicher Parkplätze an der Nordpark-Zufahrtsstraße Mallack. Durch die steilen Zuwegungen zum Park von der Barmer Innenstadt her (gerade für Menschen mit Bewegungseinschränkungen) und durch die überregionale Attraktivität wird der Park gerade nach Eröffnung der Turmterrassen auch künftig viel mit dem Auto angefahren werden.
 
Ein städtisches Grundstück für die Schaffung der zusätzlichen Parkplätze existiert und der Parkplatzbau ist mit überschaubaren naturräumlichen Eingriffen verbunden. Die eigentliche Herausforderung ist eine gute Gestaltung der Zufahrt zu den Parkplätzen. Gerade zu Stoßzeiten kommt es auf der engen Straße Mallack zu vielen Rückstaus durch Such- und Wendeverkehre mit erheblichen Belastungen für die Anwohner. Für beide Herausforderungen liegen inzwischen Planungen vor.
 
Jetzt gilt es eine Lösung umzusetzen, die die (überregionale) Erreichbarkeit dieses besonderen Ortes in Wuppertal auch nach der Eröffnung der Turmterrassen ermöglicht und dabei gleichzeitig Anreize für nachhaltige Mobilität setzt.
 
Das ist möglich. Zentral dafür sind:
 
  • eine im Kreis geführte Verkehrsführung auf dem Parkplatz und der Mallack-Zufahrt, die Rückstaus und Suchverkehre minimiert, möglichst ergänzt um ein Parkleitsystem,
  • eine gute Trennung von Auto- und Fußverkehren beim Parkzugang,
  • eine Parkraum-Bewirtschaftung, die Anreize für den Verzicht auf die Anfahrt mit dem Auto für diejenigen setzt, die den Nordpark auch anders erreichen können,
  • eine verbesserte Anbindung des Parks an den öffentlichen Nahverkehr - insbesondere unter Rückgriff auf neue Formen von Mobilitätsdienstleistungen, wie sie derzeit von den WSW erprobt werden,
  • Park- und ggf. Ladegelegenheiten für E-Bikes und E-Autos, um alternative Mobilität zu fördern,
  • eine gute Ausschilderung der Nordpark-Zugänge über den Mallack, insbesondere die weiteren Nordpark-Eingänge (insb. auch von der Nordbahn-Trasse hin zum Nordpark).
 
Wuppertaler Strahlkraft, Naherholung für alle und Umwelt lassen sich miteinander verbinden. Die baldige Eröffnung der Turmterrassen zu unterstützen, ist mir aufgrund der hohen Bedeutung des Nordparkes ein besonderes Anliegen.